RoboCup2005 in Osaka/Japan

Die Anreise

Die diesjährige Fahrt zum internationalen RoboCup Junior führte das RoCCI vom 10.7.05 bis zum 20.7.05 nach Osaka im fernen Japan. Nach wenigen Stunden Busfahrt kamen wir mit insgesamt neun Schülern und fünf Betreuern des RoCCI sowie einer sechsköpfige Gruppe des Simpert-Krämer Gymnasiums Krumbach am Frankfurter Flughafen an, von wo wir unsere Reise, durch einen elfstündigen Flug nach Osaka, fortsetzten.

 

Der erste Tag

Da man auf dem Flug nach Japan immerhin sieben Stunden verliert, und das Schlafen im Flugzeug leider auch nicht sonderlich gut klappt, war das erste, was uns bei der Ankunft am 11.7 in den Sinn kam eine kalte Dusche und ein Bett, um den Jetlag so gering wie möglich zu halten. Leider wurden wir bei der Ankunft in der „Jugendherberge Shin Osaka“ in dieser Beziehung enttäuscht: die Zimmer konnten noch nicht bezogen werden, da wir etwa drei Stunden vor Beginn des Check-Ins angekommen waren, und auch die erhoffte Dusche wurde uns, aufgrund fester Duschzeiten der Jugendherberge, zunächst verwehrt. Deshalb beschlossen wir, die Wartezeit zu nutzen und fuhren mit der S-Bahn in die Downtown. Nachdem wir an der S-Bahnstation „Namba“ ausgestiegen waren, standen wir inmitten einer belebten Fußgängerzone und konnten ein Riesen-Durcheinander verschiedenster Leuchtreklamen und kleinerer Läden bestaunen.Zurück in der Jugendherberge, konnten wir einchecken und nutzten den restlichen Tag, um unsere Zimmer zu beziehen und um uns endlich von der anstrengenden Reise zu erholen.

Der zweite Tag

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die Wettkämpfe: Nachdem wir früh aufgestanden waren, fuhren wir mit der S-Bahn quer durch die Stadt zum "Intex Osaka". Auf diesem Messegelände, auf dem der RoboCup 2005 stattfand, bestand an diesem Tag die Möglichkeit, sich mit Lichtverhältnissen sowie anderen äußeren Einflüssen vertraut zu machen, sich auf diese Faktoren einzustellen und die mitgebrachten Roboter ausgiebigst zu testen. Nachdem wir uns in der eigens für den RoboCupJunior zur Verfügung gestellten Halle häuslich eingerichtet hatten und von der Möglichkeit, unsere Roboter zu testen Gebrauch gemacht hatten, brachen wir gegen Abend in Richtung Jugendherberge auf. Den Rest des Tages, konnten unsere Schüler noch in der Jugenherberge nutzen um Anpassungen und Verbesserungen an ihren Robotern vorzunehmen.

 

Dritter bis siebter Tag: Wettbewerb

Am Morgen des 13.7. begannen die Wettkämpfe: an diesem und den folgenden Tagen wurden zunächst Gruppen- später die K-O-Runden-Spiele bis hin zum Finale ausgetragen. Die Wettkämpfe waren dieses Jahr "reformiert" worden: statt sich einzeln durch die verschiedenen Matches zu kämpfen, wurden immer drei verschiedene Teams aus unterschiedlichen Ländern in ein "Superteam" eingeteilt. Hatte ein Superteam ein Spiel gegen ein anderes Superteam, so musste jedes Team eines Superteams gegen alle drei Teams des gegnerischen Superteams spielen. Um erfolgreich zu sein reichte es also nicht mehr, einen guten Roboter zu haben - man musste mit seinen verbündeten Teams kooperieren, da die Platzierung des Superteams über das Weiterkommen entschied. Aus Sicht des RoCCI verliefen die Wettkämpfe recht erfolgreich, sodass wir uns über einen dritten Platz freuen konnten. Abends nach den Wettkämpfen boten wir unseren Schülern die Möglichkeit, das größte World-Trade-Center der Welt, das sich direkt gegenüber des Intex Osaka befindet, und die Downtown Osakas zu besichtigen. Außerdem konnten sie an einigen anderen, von uns geleitetet Ausflügen innerhalb Osakas teilnehmen.

 

Der achte Tag

Mit dem achten Tag startete unser "Kulturprogramm": an diesem Tag besichtigten wir einige Tempel und Schreine innerhalb von Osaka und das berühmte "Osaka Castle" - eine Mischung aus Schloß und Burg, in der ein Museum untergebracht ist. Leider waren diese Kultstätten natürlich nicht alle nebeneinander, sodass wir uns an einigen längeren Fußmärschen begleitet von strahlendem Sonnenschein erfreuen durften. Dennoch lohnte sich diese Sightseeingtour: vor allem das Osaka Castle war eine Besichtigung wert, nicht zuletzt durch seine zwei imposanten Burggräben, in denen man mitunter auch Schildkröten entdecken konnte.

 

Der neunte Tag

Am neunten Tag verließen wir erstmals seit unserer Ankunft Osaka und fuhren mit dem bekannten japanischen ICE-Äquivalent "Shinkansen" in die Nachbarmetropole "Kyoto". Auch dort war wieder für schmerzende Beine gesorgt, da wir einen bekannten Tempel und das Palastgelände besichtigten, und dabei wieder einige Kilometer zu Fuß zurücklegen mussten. Während sich der Besuch im Tempel noch lohnte, entpuppte sich das Palastgelände leider als Reinfall: zum Einen konnte bedauerlicherweise nur die Hälfte unserer Gruppe an der Führung teilnehmen, während der Rest warten musste, zum Anderen war die Führung alles andere als interessant, was sich durch wiederholtes Gähnen des ein oder anderen Teilnehmers bestätigte. Nachdem wir zurück in der Jugendherberge in Osaka waren, beschäftigten wir uns den Rest des Tages damit, unsere Zimmer abreisefertig zu machen und unser Gepäck vorzubereiten.

 

Der letzte Tag: Abreise

Am Morgen des 20.7 mussten wir noch früher aufstehen als an den Tagen zuvor, weil unser Flug schon am frühen Mittag starten sollte. Nach Absprache mit dem Personal der Jugendherberge, konnten wir früher auschecken als normalerweise üblich, wohingegen uns eine Dusche außerhalb der Duschzeiten leider abermals nicht gestattet wurde. Es folgte eine anstrengende Reise mit der S-Bahn zum entfernt gelegenen Kansai International Airport, der auf einer künstlich aufgeschütteten Insel außerhalb der Stadt liegt und nur für internationale Flüge genutzt wird. Dort angekommen hatten wir den schlimmsten Teil der Abreise auch schon wieder überstanden und starteten nach Check-In und Boarding in Richtung des Frankfurter Flughafen, von wo aus wir mit dem Bus nach Illerzell fuhren.

Kuriositäten auf die wir während unseres Aufenthalts stießen

  • ein sprechender Aufzug in der Shin-Osaka Jugendherberge, der Phrasen wie "Meni meijni veijni masch" oder Ähnliches von sich gab
  • das japanische Entspannungsbad, in das man nur splitterfasernackt und nach ausgiebiger Reinigung darf. Dieses Bad war allerdings sehr zu empfehlen: da es wirklich sehr entspannend war genossen wir es jeden Abend
  • man kann keine 200 Meter in Osaka zurücklegen, ohne auf mindestens drei Getränkeautomaten zu stoßen
  • genauso verhält es sich in der Downtown mit den Casinos. Außerdem sind diese immer vollbesetzt und das nervtötend laute Klirren der Spielchips wird von noch lauterer Technomusik übertönt. In einem Casino bestand sogar die Möglichkeit, virtuelle Pferdewetten abzuschließen!!!
  • warum verkraften eigentlich Schüler den Jetlag und die daraus folgende Müdigkeit besser als Betreuer? Unsere Kinder schienen jedenfalls fast nie Müde zu sein...
  • unser Frühstück, das jeden Tag aus exakt zwei Tag für Tag unterschiedlich warmen Würstchen, einem Stück Tomate, einem undefinierbaren Kraut, Rührei oder Omelett und einem Zitronen-, Grapefruit oder Orangenstück bestand.
  • man kann in Japan anscheinend mit allem und jedem Geld machen - es gab beispielsweise einen eigenen Shop nur für Handyoberschalen!
  • auch wenn das japanische Essen zum Teil sehr gut ist, kam uns die MC-Donalds- Filiale von Zeit zu Zeit sehr gelegen

Gewinner des RoCCI

Soccer 2 on 2 primary
3.Platz
Lamborghini
Simeon Oßwald & Matthias Wechselberger

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