Für die jungen Technikbegeisterten des Robotics Competence Center Illertal e.V., kurz RoCCI, waren es ereignisreiche Tage: Wie über 150 andere Teams nahmen sie vom 25. bis 28. April den Weg nach Magdeburg auf sich, um auf den RoboCup Junior German Open den Titel des Deutschen Meisters zu erlangen. Dort erwarteten sie nicht nur kompetente Gegner, sondern auch kurze Nächte, arbeitsintensive Tage und nervenaufreibende Partien.

Bereits im Februar hatten sich vier Teams des Sendener Jugendvereines auf dem RoboCup Junior Vöhringen 2013 für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Somit hatten die Jugendlichen ausreichend Zeit, um sich im RoCCI-Raum des Illertal-Gymnasiums Vöhringen auf das nationale Event vorzubereiten – möchte man meinen. „Viele Probleme zeigen sich erst, wenn man den Roboter vor Ort auf dem Spielfeld testet.“, weiß Jonas Hofer (16), Mitglied des Teams „RazZzer“. Doch selbst wenn diese Fehler ausgemacht und behoben sind, gönnen sich die Tüftler keine ausladenden Pausen. Schließlich möchten sie zeigen, dass sie landesweit die Besten im Bauen und Programmieren von Robotern sind.

Somit verwundert es nicht, dass die RoCCI-Mitglieder einmal mehr mit Pokalen aus Magdeburg zurückkehrten: Nach einem spannenden Finale darf sich das Team „RazZzer“ (Jonas Hofer (16), Lukas Mark (16), Alix Brodersen (16) und Tobias Thienwiebel(16)) Deutscher Vizemeister in der Kategorie „Soccer A Open“ nennen.

Einen hervorragenden 3. Platz belegten die Jungs von „RobotX“, bestehend aus Max Mertens (16) und Anton Fetzer (17), in der Disziplin „Soccer A Lightweight Secondary“. In jeder dieser beiden Ligen kämpfen vier Fußballroboter um einen Infrarotlicht aussendenden Ball. Das Spielfeld ist durch eine Bande begrenzt und selbstverständlich gilt auch hier: Das Runde muss ins Eckige.

Nicht mehr auf dem Siegertreppchen, aber mit einem guten 5. Platz im vorderen Feld vertreten sind Jörg Strang (18) und Manuel Prinz (17) vom Team „Hauptsache es raucht!“. Auch „Extreme Error“ (Jakob Gugler (16)) schlug sich wacker.

Durch ihre guten Platzierungen haben sich die beiden Teams „RazZzer“ und „RobotX“ für die diesjährige Weltmeisterschaft qualifiziert, die Ende Juni in den Niederlanden stattfinden wird. Bis dahin gilt es, die Roboter zu verbessern, neue Taktiken zu entwickeln und das im Austausch mit anderen Teilnehmern gewonnene Wissen anzuwenden.